Mary Kenneth Keller: Holy Computer Science

Shownotes

In dieser Folge kommen Software und Spiritualität zusammen. Denn die Ordensfrau Mary Kenneth ist legt ungefähr zeitgleich zu ihrem ewigen Gelübde ihre Prüfung im Mathematik-Studium ab. Und das wird erst der Anfang ihrer wissenschaftlichen Karriere sein. Technik für mehr Gerechtigkeit – das ist ihre Version.

Bis wir uns wieder hören, könnt ihr im Junge Presse-Podcast hören, wie wie man Wissenschaftsjournalistin wird. “Behind Science” gibt’s samstags – am Science-Samstag. Zwischendurch erreicht ihr uns per Mail und Instagram, und hier gibt's unsere Links, die gerade wichtig sind.

Transkript anzeigen

00:00:00: Schönen Science-Sammstag!

00:00:02: Hallo.

00:00:04: mich neulich gefragt, ist mir aufgefallen.

00:00:07: Man hört finde ich oft bei uns im Hot-Taste nicht so viele Hintergrundgeräusche und das obwohl wir ja eigentlich.

00:00:15: also ich wohne zum Beispiel mitten in der Stadt in Köln.

00:00:17: Ja stimmt!

00:00:18: Und ich höre aber auch nicht so viel Kirchenglocken, obwohl hier eigentlich recht viele Kirchen sind.

00:00:22: es doch ungewöhnlich oder nicht?

00:00:23: Kölner hat

00:00:24: wirklich sehr, sehr viele Kirche.

00:00:26: Also ich wohne auch direkt beinahe kirch und die hör' ich schon sehr laut.

00:00:29: Ah

00:00:30: okay.

00:00:31: Die Liebe

00:00:31: dieses Geräusches ist für.

00:00:33: Das wirkt so mal ganz heimlich, weiß auch nicht.

00:00:36: Aber das ist immer schön!

00:00:37: Wir

00:00:38: stimmen uns ja gar nicht ab auf Kirchenglocken hier beim Aufnehmen,

00:00:42: dass es bis jetzt immer geklappt hat.

00:00:43: Ich glaube einmal haben wir bei dir aber das Kirchenglocken?

00:00:47: Kann dein Rundebellen sehr laut

00:00:49: sein?

00:00:50: Ja, das stimmt!

00:00:51: Ihr könnt auch gleich noch mal schreiben wenn euch Geräusche auffallen.

00:00:54: Können wir so Geräuscher raten?

00:00:57: Das geheimnisvolle Geräusch.

00:01:00: Ja!

00:01:01: Ich finde Kirchenglocken-Geräusch auf jeden Fall ein schönes Geräusche, das hört sich immer so nach... Nach nach Hause kommen

00:01:08: an.

00:01:09: Oh, schön!

00:01:10: Ja ich habe auch eine Freundin die wohnte auch direkt neben der Kirche.

00:01:14: also konntest du quasi warst Augen Auge mit der Kirch und da brauchtest Du auch wirklich ab sieben keinen Wecker mehr.

00:01:20: Also ich weiß nicht wie das jetzt bei jener Nähe ist

00:01:25: So extrem

00:01:25: ist es nicht.

00:01:26: Okay, nicht so.

00:01:27: jede Stunde wird dann irgendwie die Uhrzeit gezählt.

00:01:31: Das wäre mir ja ein bisschen viel

00:01:33: Aber eingeräuscht fand ich neulich noch ungewöhnlich.

00:01:36: Das kam hier auch von der Kirchengemeinde, die bei mir um die Ecke ist.

00:01:40: da war nämlich neulig Sonntagmorgens oder so keine Glocken zu hören sondern sehr laute Blasmusik und die hat sich auch noch bewegt.

00:01:51: Die haben nämlich eine Prozession gemacht durchs Viertel.

00:01:54: Da war ich ja auch wach.

00:02:00: Das ist auch so typisch Köln.

00:02:01: Zwei Uhr morgens, Karneval kommt irgendwie eine Blaskrappelle da um die Ecke.

00:02:06: Ja das war halt ne Kirchen-Prozession aber

00:02:09: eher lustig.

00:02:11: Da haben wir zum Glück keine Aufnahme gemacht, aber es ist auf jeden Fall auch eine Soundkulisse, die zur heutigen Folge passen würde.

00:02:18: Denn wir sprechen heute über eine Frau, die wahrscheinlich auch sehr oft Kirchenglocken zumindest gehört hat.

00:02:23: Und zwar über Mary Kenneth Keller – eine Ordensfrau, die die Programmiersprache Basic mitentwickelt hat!

00:02:47: Bei dieser Recherche ist mir eine neue Quelle aufgefallen, die uns jetzt ansonsten auch noch nicht so groß untergekommen ist bei unseren Recherchen.

00:02:56: Und zwar DOMRADIO.DE.

00:02:58: Das kenne ich gut!

00:03:00: Ich kenne sie

00:03:01: gut!

00:03:02: Ja, DOMRADO habe ich ja mal in Praktikungen gemacht.

00:03:08: ständig und in jeder freien verfügbaren Minute Praktikum irgendwo macht.

00:03:13: Und da habe ich auch mal nach dem Abi beim Domeradio Praktikungen gemacht, das war toll!

00:03:19: Das war richtig, richtig toll.

00:03:21: so

00:03:21: ein nettes Team.

00:03:23: also falls hier jemand zuhört liebe Grüße würde ich ja auch sagen wenn keiner zuhörte.

00:03:28: wirklich ganz die machen ganz tolle Arbeit hat mir sehr gut gefallen und ist natürlich direkt neben dem Kölner Dom.

00:03:35: Das war

00:03:35: schön.

00:03:36: Ja, schöne Location!

00:03:38: Aber die kam jetzt ansonsten bei... Also wenn wir jetzt so anfangen zu suchen zu den Menschen, zu denen wir recherchieren kommt da selten dass da jetzt irgendwie ganz weit oben DOMRADIO.DE aufblockt.

00:03:49: Das stimmt eher noch nie.

00:03:52: Er noch nie genau.

00:03:54: Aber dieses Mal schon denn die Forscherin über die wir heute sprechen war nicht nur Ein bisschen vielleicht dem Dom zugewandt und ein bisschen gläubig, sondern aus vollem Herzen Ordensfrau.

00:04:09: Das hat wir jetzt ansonsten hier vielleicht bei der Folge mit Hildegard von Bingen.

00:04:14: Da kam es vor, aber ansonstend ist das schon eine Besonderheit in unseren Folgen dass wir's jetzt hier mit einer Ordensfrau zu tun haben und vor allem bei Hildengard von Bing.

00:04:25: die hat sich dann eher so für Natur und für Menschen und den Körper interessiert.

00:04:30: und bei Mary Da ist es jetzt so, sie kombiniert ihren Glauben mit einer Vision für Technik und mehr Gerechtigkeit.

00:04:38: Und wie das für Sie zusammenpasst?

00:04:40: Das werdet ihr heute erfahren!

00:04:43: Also sie ist wirklich da ihrer Zeit weit voraus mit ihren Gedanken.

00:04:48: Ja, sie wird neunzehnt dreizehn geboren also vor einhundert dreizehn Jahren.

00:04:52: Sie wird in Ohio geboren als Evelyn Marie oder Mary wahrscheinlich Keller.

00:04:58: ja wir haben hier wieder eine Marie am Start.

00:05:01: Bei ihr ändert sich also im Laufe des Lebens nicht der Nachname, wie das häufig jeder Fall ist wenn die Frauen dann irgendwann geheiratet haben.

00:05:09: Sondern der Vorname.

00:05:11: Sie heiratet eben nicht sondern sie wird mit neunzehn Jahren Ordensfrau und zwar tritt sie in den katholischen Orden der Sisters of Charity Of the Blessed Virgin Mary ein Und Mary Kenneth wird von dem Moment an ihre Ordennahme.

00:05:31: Wir hatten schon mal einen sehr ähnlichen Erfinderennamen hier.

00:05:36: Mary Kenner, nicht Kenneth sondern Kenner.

00:05:41: Die hat was ganz anderes erfunden und zwar ein Menstruationsgürtel.

00:05:46: also ja Die beiden kannten sich, glaube ich nicht.

00:05:50: Mary Kenneth über die wir heute sprechen ist Ordensfrau, ist Nonne und ist auf einem ganz anderen Feld bekannt.

00:05:58: Und alleine wenn man sich jetzt nur mal ihre wichtigsten Eckdaten im Lebenslauf anguckt sieht man schon dass sie da zwei sehr große Themen in ihrem Leben hat, die erstmal ein bisschen unterschiedlich wirken aber sie vereint die!

00:06:12: Und zwar legt sie in den letzten Jahren in den vergangenen Jahren aus.

00:06:16: Das heißt, in dem Moment beschließt sie, dass sie für immer Teil dieses Ordens sein möchte.

00:06:22: Und nur drei Jahre später macht sie aber einen Bachelorabschluss im Mathematik und das klingt zu mich erst mal sehr gegensätzlich!

00:06:31: Aber es ist damals so, dass Sie als Ordensfrau auch lernen darf – sie ist da nicht in einem Orden, indem sie nur in Klausur ist den ganzen Tag betet und in Stille sein muss, sondern sie studiert.

00:06:45: Und zwar an der Deport University einer katholischen Uni.

00:06:50: An dieser Uni ist es auch so dass da manche ihrer Mitschwestern den Unterricht machen also die sind alle da sehr gebildet.

00:06:58: Ja

00:06:59: das ist nicht richtig toll!

00:07:00: Und ein bisschen geht's auch in eine ähnliche Richtung wie die Geschichte vor zwei Wochen, die wir hier erzählt haben von Caroline Herrschel.

00:07:08: Weil sie war ja auch nicht verheiratet und hatte keine Kinder.

00:07:12: Sie musste einen Haushalt führen.

00:07:14: also diese Verpflichtung, die quasi den Frauen da traditionell zugeschrieben wurde gab es schon aber deswegen weil sie eben so frei war konnte sie sich auch so stark weiterbilden.

00:07:27: Und das soll jetzt hier kein Aufruf gegen die Ehe sein, um Gottes Willen.

00:07:32: Heute sind wir da ja zum Glück sehr viel weiter.

00:07:34: Aber früher war es eben dann ... Und die beiden Frauen, Mary und Caroline ... Die sind ja auch viele Jahre auseinandergeboren.

00:07:44: Aber trotzdem zog sich das so durch die Jahrhunderte noch gar nicht so lange, dass es nicht mehr so ist, dass eben Frauen, sobald sie Feierabendkinder bekommen haben, auch gar nicht mehr die Zeit hatten oder eben die Möglichkeiten, sich weiterzubilden.

00:08:00: Deswegen war's eben häufig dann einfach dieser Weg ins ... Kloster, der einem dann diese Welt erst erschlossen hat.

00:08:09: Das finde ich irgendwie ganz interessant.

00:08:13: Und Mary stoppt aber auch nicht bei einem Abschluss, bei dem wird es nicht bleiben.

00:08:17: Sie macht noch ein Master in Mathe und Physik und beginnt dann Anfang der sechziger Jahre sich mit Computern zu beschäftigen.

00:08:24: Nicht nur so'n bisschen als Hobby sondern Computer werden ihre richtig große Leidenschaft und irgendwie ist das immer im Kopf immer noch, sodass so zusammenzubringen eine Frau die ins Kloster eingetreten isst Dann war halt irgendwie so eine große Leidenschaft für Computer entwickelt.

00:08:43: Das finde ich irgendwie

00:08:44: stark, wie da diese Welten aufeinander treffen und sie beginnt dann nach dem Master als erste Frau am Computer Science Center des Starsmouth College zu arbeiten.

00:08:55: Es ist damals ein reines Männerinstitut aber Sie machen eine Ausnahme für Sie weil Ihre Begabung wohl auch auffällig zu sein scheint Und an diesem College sind gerade zwei Männer dabei, eine neue Programmiersprache zu entwickeln.

00:09:10: Die Männer sind John Kemeny und Thomas Kurz.

00:09:15: Und ihre Programmiarsprache heißt Basic – da ist sie natürlich sehr interessiert dran!

00:09:21: Ja

00:09:21: das ist jetzt eine sehr spannende Zeit.

00:09:24: im Programmiersprach vielleicht ganz kurz... ist eben die Sprache, die Computer benutzen und mit der du dann Software entwickeln kannst.

00:09:34: Also mit der Du Coach schreibst und so.

00:09:36: Die Sprache brauchst du um überhaupt mit Computern zu arbeiten und weiterzuentwickeln.

00:09:43: Deswegen ist es so total essentiell dass man eine Programmiersprache hat auch einfach genug ist, dass damit alle arbeiten können.

00:09:53: Und diese Sprache basic die bedeutet also übersetzt stehen diese Buchstaben für beginners all purpose symbolic instruction code und das soll eben eine Sprache sein wie besonders einfach ist und die dann auch für die Elektrotechnikstudies an diesem College als Einstieg dienen, damit sie überhaupt anfangen können zu programmieren.

00:10:17: Also finde ich sehr sympathisch, Wir wollen auch, dass die Elektrotechniker hier hinterher kommen.

00:10:23: Wir machen jetzt mal eine etwas einfache Basic-Sprache für sie.

00:10:28: Denn bis jetzt konnten eigentlich nur ausgebildete Softwareprogrammierer irgendwas überhaupt so entwickeln.

00:10:37: also wenn wir jetzt entwickeln sagen meinen wir Software schreiben und das ändert sich eben als es diese Sprache Basic gibt.

00:10:46: Damit ist es jetzt viel einfacher, selber was zu entwickeln.

00:10:52: Deswegen ist diese Programmiersprache so eine große Revolution weil sie viel mehr Menschen ermöglicht, dass Sie mitschreiben können an dem Thema Software und da Teil von sein können.

00:11:04: Ja!

00:11:05: Und davon ist Murray total begeistert.

00:11:08: Sie beginnt davon zu träumen wie schön eine Welt wäre in der Computer Menschen schlauer machen und lernen selbstständig zu denken.

00:11:16: also die... die Computer sollen selbstständig denken.

00:11:19: Für manche auch eine gruselige Vorstellung, Sie finden es toll!

00:11:22: Ja ich

00:11:22: hab das auch direkt gedacht.

00:11:24: und sie sieht in der Bildung durch Computer ein riesiges Potenzial also dass Menschen sich eben mit Computern weiterbilden können weil die Computer eben Informationen weitergeben können.

00:11:34: und sie verliebt sich jetzt so sehr in dieses Informatikfeld dass sie einen PhD Abschluss also ein Doktortitel in Computer Science macht Also wirklich krass immer so die volle Wissenschaftlerinnen Karriere durchläuft und sie ist damit die erste Frau in den USA, die promovierte Informatikerin ist.

00:11:56: Also sie ist da wirklich ... Sieht da quasi so ein bisschen wie den Heiligen Grail vor sich, in dem sie irgendwie jetzt erforschen will mit dem es eben Menschen möglich ist das ja auch auch lernen und Wissensvermittlungen auch gerechter wird.

00:12:17: Ja, also sie ist die erste Frau in den USA, die promovierte Informatikerin ist und sie gehört zu den ersten zwei Menschen überhaupt, die einen Doktor in Informatik bekommen.

00:12:28: Und das ja alles noch zu einer Zeit in der Frauen an technischen Forschungsprogrammen eigentlich gar nicht beteiligt sind.

00:12:36: Also Mary zum Beispiel bei ihr ist das jetzt auch so.

00:12:39: Sie ist daran beteilicht diese Programme Sprache basic weiterzuentwickeln, entwickelt vor allem auch Schulungsmaterial dafür damit dann anderen diese Sprache lernen können.

00:12:50: Sie unterrichtet das auch selbst für viele Erwachsene aber so richtig bekannt wird sie damit eigentlich nicht.

00:12:57: also diese zwei Männer in ihrem Forschungsteam sind die von denen später berichtet wird.

00:13:03: Sie geht da wieder leider ein bisschen unter, kennen wir ja auch schon hier solche Geschichten.

00:13:11: Ich glaube für Sie ist das in dem Moment nicht so ein riesen Thema, weil sie ja trotzdem weiter forschen kann.

00:13:16: Und für Sie es jetzt der nächste logische Schritt, dass sie selbst einen Lehrstuhl für Informatik eröffnet und zwar am Clark College in Iowa Und da kann sie es jetzt auch so machen, wie sie sich selber wünscht.

00:13:30: Sie kann nämlich auch andere Frauen für dieses Fachinformatik ermutigen und organisiert hat zum Beispiel Computerkurse für berufstätige Mütter.

00:13:41: Und an diesen Kursen ist besonders die dürfen ihre Kinder mitnehmen in den Unterricht und so kann Mary eben gewährleisten dass diese Frauen auch als Müttern mit ihren Kindern Informatik lernen können.

00:13:56: Das ist wirklich, gefühlt sind wirklich diese beiden Fächer ja so dieses religiös oder dieses Leben was so sehr stark von der Religion bestimmt ist und dann eben dieser Welt der Computer- und Informatiken und Programmiersprachen soweit auseinander.

00:14:13: deswegen bin ich die ganze Zeit irgendwie, ich finde es so faszinierend dass sie sich ausgerechnet dieses Feld ausgesucht hat also weil Hildegard von Bingen gut Natürlich sehr, sehr viel länger hat sehr viel früher gelebt.

00:14:27: Aber die hat sich irgendwie gefühlt sowas ausgesucht was noch so mehr Bezug zur Schöpfung

00:14:33: hatte.

00:14:33: Das stimmt ja genau.

00:14:35: Während

00:14:36: Mary ja irgendwie so auf das gegangen ist was jetzt quasi von Menschen erschaffen wurde und nicht ursprünglich Da war und deswegen finde ich das irgendwie so interessant, dass ausgerechnet, dass ihr eine Faszination gibt.

00:14:51: Aber natürlich klar, wieso sollte sie nicht eigenen Interessen da noch mal entwickeln?

00:14:56: Und für Sie ist es ja vor allem auch ne gesellschaftliche Mission.

00:15:00: Also sie möchte eben den Zugang zu Computern für alle ermöglichen.

00:15:04: Vor allem auch für Frauen, Kinder oder benachteiligte Gruppen.

00:15:11: das erschaffen oder will sie schaffen, dass Technologie ein Werkzeug für alle wird.

00:15:16: Also zur geistigen Entfaltung und für soziale Teilhabe.

00:15:20: Das ist wirklich so ihre Visionen.

00:15:22: Und bisschen krieg ich da gänselt, weil ich mir denke, boah irgendwie soziale Teilhabe und soziale Netzwerke sind alles andere als sozial mittlerweile.

00:15:31: es ist so traurig, Vision da eigentlich in die andere Richtung abgedriftet ist, auch nicht überall aber schon vielfach finde ich.

00:15:43: Ja, aber sie legt da eben sehr christliche Werte in ihre Visionen, in ihre Mission könnte man sagen und Religion und Wissenschaft passen für Sie eben auch perfekt zusammen weil bei ihr bündelt sich dieses ineinandergreifen von Religion und Wirtschaft in einem Wort und das lautet Ethik.

00:16:03: Das ist so ein bisschen Ihre Begründung.

00:16:05: Ja, das ist halt natürlich auch die schwierigste Knackpunktstelle an diesem Thema denn sie appelliert da in Vorträgen und Veröffentlichungen immer sehr stark für dass man Technik ethisch reflektieren sollte damit sie auch wirklich im Sinne von allen im Sinne des Gemeinwurfs genutzt wird.

00:16:26: diese Technik heute wissen wir das ist ein bisschen das Problem.

00:16:32: Aber bei Mary ist es so, sie sieht Computer nicht nur als Rechenmaschinen.

00:16:37: Sondern für Sie sind das Instrumente des Denkens und deswegen möchte sie, dass die für alle zugänglich werden damit wir einfach mit diesen Hilfsmitteln noch besser denken können und dass das Denken irgendwie und das Wachstum durch Denken so fair verteilt wird.

00:16:55: Das ist Ihre Wunschvorstellung.

00:16:59: Sie ist damit eine der ersten Personen, die erkennt welche wichtige Rolle auch Computer spielen werden.

00:17:05: Also dass das keine Eintagspflege ist, die dann bald wieder vorbei ist.

00:17:10: aber sie schaut eben immer positiv auf die Zukunft von Computern eben als Mittel für Bildung und so weiter und deshalb gibt es an ihrem Lehrstuhl auch den Master Computer Applications in Education also eigentlich das was jetzt gerade irgendwie dass man teilweise besprochen wird.

00:17:29: Dass man irgendwie mit Tablets in der Schule lernt und

00:17:32: Computer

00:17:33: zur Verfügung gibt, also das man halt durch Computer lernen kann ... Und eben das alles noch, bevor es zum Beispiel auch die erste Suchmaschine gibt.

00:17:43: Also sie erkennt da schon viel was dann später noch kommen wird und Mary hat auch über AI also künstliche Intelligenz gesprochen.

00:17:52: Sie hat jetzt z.B.

00:17:53: Emma gesagt for the first time we can now mechanically simulate the cognitive process We can make studies in artificial intelligence.

00:18:03: und dass sagt sie Die Frau die Nord-Sonderlander Dreizehn geboren wurde wirklich mal überlegen.

00:18:10: Und ja, also sie sagt quasi da auch schon ein bisschen voraus dass eben Computer irgendwann ihr selbst denken können und selbst kognitive Prozesse ablaufen lassen können

00:18:22: und ihnen

00:18:25: denkt das Menschen damit vor allem lernen können und sie beim Lernen unterstützen können.

00:18:31: Also finde ich total Wahnsinn dass diese Frau das schon erkannt hat wo irgendwie vor einem Jahr oder so, da ich glaube viele auf dieser Welt noch für unmöglich gehalten haben und jetzt ist AI ja wirklich Alltag.

00:18:46: Und an dieser Stelle noch ein kleiner Podcast-Tipp falls euch das Thema künstliche Intelligenz interessiert allerdings bisschen auch mit einer unheimlichen Note.

00:18:56: dieser Podcast und zwar ist die OpenAI Story vom Deutschlandfunk ein wahnsinnig guter Podcast gerne mal rein.

00:19:04: Da geht es um OpenAI und die Entwicklung von dieser Tool für etwas mit künstlicher Intelligenz arbeitet, dass eigentlich die Macher auch selber gar nicht so genau wissen was sie da gerade erfunden haben und wie das funktioniert und so also ganz spannender Podcast kann ich sehr als nachklappt zu dieser Folge hier empfehlen.

00:19:24: Ja, und das muss man vielleicht auch nochmal betonen.

00:19:27: Mary hat von diesen Entwicklungen ja gar nichts mitbekommen.

00:19:29: also dass natürlich alle ihre Gedanken sind noch so hauptsächlich in ihrem Kopf und haben damit nicht viel mit der Realität zu tun.

00:19:39: Weiß nicht, wie sie zum Beispiel das jetzt auch alles beobachtet hätte.

00:19:43: Wird mich sehr interessieren.

00:19:44: Ja, weil es ja eigentlich auch wieder genau das Gegenteil von ihrer Mission jetzt bedeutet, also dass Leute die Zugang zu künstlicher Intelligenz haben, sprich mehr Geld in die Hand nehmen können um künstliche Intelligenzen zu nutzen besser lernen können als die, die das Geld eben nicht haben.

00:20:03: Also es macht einen Ungleichgewicht und sie war ja eigentlich daran interessiert dass alle Menschen damit besser lernen können und das das Gleiche verteilt ist.

00:20:16: Wer weiß, wie sich das noch entwickelt?

00:20:18: Ja genau!

00:20:19: Und immerhin also klar jetzt Tchübüti oder so wir können es alle auf dem Handy haben

00:20:23: Das stimmt.

00:20:24: Ja, aber das ist ja nur der Testballon sozusagen von vielen weiteren Künstlichen Intelligenzen.

00:20:31: Es wird noch spannend bleiben.

00:20:34: es gibt auf jeden Fall heute einige Labore und Stipendien und Schulen die Mary's Namen haben Und die Programmiersprache Basic hat sich auch nochmal wesentlich weiterentwickelt Mitte der achtziger da mussten fast alle den Computer hatten ein bisschen basic kennen weil wenn man den computer geschaltet hat, dann hat eigentlich direkt schon dieses Programm gestartet und auch das erste Betriebssystem von Microsoft.

00:21:00: Das hatte ein Basic Interpreter.

00:21:04: heute wird die Sprache auch noch eingesetzt vor allem um Leute so ans Programmieren heran zu fühlen also wirklich so ein bisschen Menschen die später mal Software entwickeln wollen, die lernen Basic kennen um so reinzukommen vielleicht oder auch im Informatik Unterricht.

00:21:19: Vielleicht habt ihr es ja auch irgendwo schonmal Damit geübt.

00:21:24: Falls das so war, erzählt uns gerne davon und wie ihr die Sprache so fandet ob sie so einfach war wie Mary gesagt

00:21:30: hat?

00:21:30: Das wäre auf jeden Fall ganz in ihrem Sinne dass jetzt immer noch für Lernzwecke genutzt wird.

00:21:37: Sie hat sich eben ja auch als Pädagogin mit sozialer Mission gesehen und nicht nur als... Wissenschaftlerin.

00:21:43: Sie war eine Programmierpädagogin, vielleicht können wir so zusammen passen?

00:21:47: Ja sehr gut!

00:21:48: Leider taucht sie nicht in so vielen Büchern auf wenn es um diese Programmiersprache Basic vor allem geht.

00:21:55: aber wir haben euch das jetzt hier nochmal in der Erinnerung gerufen und es gibt aber finde ich sehr coole Fotos von ihr.

00:22:02: also ich finde die sehen einfach cool aus weil sie darauf natürlich immer ihre Ordens gewandt an hat und dann steht sie neben so riesigen Rechenmaschinen Computer sind ja auch noch stehen aus tausend Knöpfen und so.

00:22:15: Und das sind schon coole Fotos.

00:22:17: Voll, auf jeden Fall!

00:22:19: Man denkt so wenn man das Foto sieht ohne einen Zusammenhang zu haben würde man denken da hat irgendwie die hat irgendwie ein Ausflug gemacht um sich das mal anzugucken aber nicht dass sie da quasi selbst

00:22:31: mitgewirkt

00:22:32: hat also einfach weil man das im Kopf nicht so ganz zusammenringt.

00:22:36: Also und wie kommen Sie hier hin?

00:22:38: Ja ich promovierte Informatikerin

00:22:41: Ah, okay.

00:22:43: Ja, toll!

00:22:44: Sie hat auf jeden Fall mit sehr vielen Vorteilen die anscheinend auch wir im Kopf haben gebrochen.

00:22:49: Richtig interessante Geschichte, toll was sie sich da aufgebaut hat neben dem was sie als Ordensfrau... gemacht hat.

00:22:58: Auf jeden Fall inspirierend für ihn und jede von uns, ihr könnt euch es uns ja gerne mal schreiben wenn euch noch ein Wissenschaftler oder eine Wissenschaftlerin einfällt der oder die euch geprägt hat.

00:23:10: wir sammeln hier gerne Vorschläge für weitere Folgen

00:23:14: oder einfach so eingeprägt also so die auch irgendwie auffällig waren für euch im Kopf geblieben sind

00:23:21: können ja auch besonders unsympathisch gewesen in eurer Erinnerung.

00:23:27: Okay,

00:23:28: das wird eine schöne Folge.

00:23:29: Aber ja warum

00:23:31: nicht?

00:23:32: Wir hatten auch schon hier Leute die wir nicht so sympathisch fanden!

00:23:36: Wir werden

00:23:37: unsere Emotionen hier teilen Ja.

00:23:40: Und wenn ihr ansonsten noch Emotionen mit uns teilen wollt, dann könnt ihr auf jeden Fall in den Links in unseren Shownotes immer sehen wie er uns erreicht.

00:23:49: und falls ihr jetzt in der Zwischenzeit noch was hören möchtet, wie man eigentlich Wissenschaftsjournalistin wird das habe ich kürzlich in einem Podcast der Jungen Presse erzählt.

00:23:59: vielleicht habt ihr Lust ja da auch mal rein zu hören.

00:24:01: Wie heißt der?

00:24:03: Junge Presse Der Podcast, glaube ich.

00:24:06: Einfach junge Presse.

00:24:06: der Podcast verlinkt mir.

00:24:11: Schön!

00:24:12: Hat ja auf jeden Fall viel um die Zeit zu überbrücken bis wir in zwei Wochen wieder für euch da sind.

00:24:17: Bis dahin macht es euch schön und tschüss!

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